Vision ist kein Privileg der Jugend. Perspektiven 55+
Visionen sind kein Privileg der Jugend. Sich immer wieder neu zu finden, ist ein lebenslanger Prozess.
In dieser Folge spricht Martin mit Dagmar Werther. Sie ist erfahrener Coach und Expertin für Kulturwandel in Unternehmen. Gemeinsam sprechen sie über das tendenziell eher tabuisierte Thema „Perspektiven 55+“.
Dagmar setzt sich intensiv mit den Herausforderungen und Chancen auseinander, die Menschen in der zweiten Lebenshälfte begegnen und beleuchtet, wie unsere Gesellschaft Altersbilder prägt und verändert. Ein zentraler Aspekt ist die Frage, wie sich das Bild des Alterns in der Unternehmenswelt entwickelt.
Oft stehen Menschen der Genaertion 55+ vor der Frage, wie es beruflich weitergeht – insbesondere, wenn sie in hochdynamischen Unternehmen tätig sind und eine zunehmende Unsicherheit bezüglich ihrer Position verspüren. Dagmar betont, dass es an der Zeit ist, ein neues Verständnis von Alter zu entwickeln. Ein Verständnis, das nicht nur die Herausforderungen, sondern auch die vielfältigen Möglichkeiten beleuchtet, die sich in dieser Lebensphase eröffnen.
Sie reflektiert die Wichtigkeit von Vorbildern und zeigt auf, wie die Gesellschaft oft an einem defizitären Altersbild festhält, während gleichzeitig immer mehr Menschen in dieser Altersgruppe einen neuen Schwerpunkt setzen, dazulernen, sich einbringen und engagieren wollen. Ihr Fokus liegt darauf, wie Unternehmen und Gesellschaften den Wert und die Fähigkeiten dieser oftmals sehr erfahrenen und aktiven Altersgruppe anerkennen und einfließen lassen können, während sie gleichzeitig Raum für nachfolgende Generationen schaffen.
Im weiteren Verlauf beleuchtet Dagmar die Notwendigkeit von Übergangsmanagement und sinnvollen Karrierewegen für ältere Arbeitnehmer:innen. Sie erörtert, wie wichtig es ist, dass sowohl Unternehmen als auch Individuen aktiv an der Gestaltung ihrer eigenen Altersvision mitwirken. Dabei könnte es beispielsweise darum gehen, das Streben nach Status und Rang zugunsten neuer Wege der Selbstverwirklichung und Sinnstiftung zu hinterfragen.
Sie plädiert für eine Unternehmenskultur und -entwicklung, die den intergenerativen Austausch fördert, um eine wertschätzende und konstruktive Zusammenarbeit zu ermöglichen.
Abschließend ermutigt Dagmar dazu, sich mit der eigenen Lebensgeschichte auseinanderzusetzen, Beziehungen aktiv zu gestalten, Offenheit für neue Erfahrungen zu entwickeln, sowie beruflich spätere und nachberufliche Phase nicht als Ende, sondern als Anfang mit vielen Möglichkeiten zu betrachten – nicht nur für den Einzelnen, sondern auch für die Gesellschaft als Ganzes.
Das inspiriert Dagmar Werther:
- Natur und Bewegung liegt immer an erster Stelle – Berge sind ein Allheilmittel.
- Menschen in Veränderung gehört meine Energie.
Shownotes:
unsere Gesprächspartner

Dagmar Werther
Coach mit Mut und Intuition – das ist das Wichtigste was ich in meinen Sessions geben kann. Ich liebe es komplexe Sachverhalte einzuordnen und den Klienten neue Sichtweisen dazu zu vermitteln.
Mein Fokus im Moment: Ich begleite Junioren und Familiensysteme, die sich mit den Themen der Familiennachfolge in Unternehmen beschäftigen und ich bespiele das Thema SENIOR EMPOWERMENT, um das defizitäre Altersbild zu verbessern. Als Boomer für die Boomer!
Die Methoden sind natürlich gelernt: Dipl.Soz.Päd., Zertifizierungen Business Coach, System.Paar- und Familientherapeutin, Resilienz Trainerin.

Martin Permantier
Ich begleite Unternehmer:innen und Führungskräfte in Phasen persönlicher Entwicklung, anspruchsvoller Entscheidungen und tiefgreifender Veränderung. Dabei begegne ich ihnen nicht als externer Experte, sondern als Unternehmer, Vater von drei Kindern und Mensch, der Verantwortung, Unsicherheit und Entwicklung aus eigener Erfahrung kennt.
Seit über 30 Jahren gestalte ich Unternehmen, helfe Unternehmer*innen und Führungskräften und weiß, wie eng persönliche Entwicklung und unternehmerische Realität miteinander verbunden sind. Deshalb stehen bei mir nicht Methoden oder schnelle Lösungen im Mittelpunkt, sondern die Erweiterung von Wahrnehmung, Haltung und Resonanz. Aus dieser Klarheit entstehen haltbare Entscheidungen, die sowohl der Person als auch ihrer Verantwortung gerecht werden.