Episode 275 -
Gen Z - Über Selbstwerdung in einer Welt im Wandel

Episode 275 -
Gen Z - Über Selbstwerdung in einer Welt im Wandel

Selbstwerdung in einer Welt im Wandel.

"In meiner eigenen Lebensphase der Selbstfindung habe ich erfahren, wie herausfordernd es sein kann, sich nach der Schule zu fragen: "Was will ich eigentlich machen?" Anfangs fühlte ich mich orientierungslos und dachte, mit mir wäre etwas nicht in Ordnung. Doch dann wurde mir klar, dass es vielen anderen genauso geht."

Lennart Tjaks ist Pädagoge, Coach und Vertreter der Generation Z. In diesem Ausschnitt aus Folge 154 erzählt er, was Selbstwerdung aus seiner Perspektive bedeutet und warum das gerade jetzt wichtig sein könnte.

Die Schwerpunkte dieser Folge:

  • Wir leben in einer „Zeit zwischen Welten". Alte Strukturen fallen auseinander, neue entstehen erst. Das macht Selbstfindung und Selbstwerdung für junge Menschen intensiver und gleichzeitig relevanter. Denn wer sich selbst findet, bringt damit nicht nur neue Ideen in die Welt, sondern *wird* selbst etwas Neues.
  • Selbstfindung hat Phasen. Lennart beschreibt drei davon aus seiner eigenen Biografie, angelehnt an Bill Plotkin: die Phase des Schauspielers: Rollen erkunden, sich im gesellschaftlichen Kontext verorten. Die Phase des Wanderers: der Versuch jenseits aller Rollen, Konzepte und dem sozialen Umfeld das eigene Wesen zu erkunden – z.B. durch Stille, Meditation oder Räume der Selbsterfahrung. Und die Phase des Lehrlings: das Entdeckte in die Welt bringen, in Kontakt gehen, (geselllschaftlich) wirksam werden.
  • Es ist kein Spaziergang - und gerade deshalb lebendig. Lennart beschreibt Selbstwerdung nicht als einfachen oder spannungsfreien Prozess. Und genau darin, sagt er, liege auch die tiefste Lebendigkeit.
  • Was ist Prägung und was ist mein Wesen. Authentische Impulse lassen sich von übernommenen Erwartungen unterscheiden lernen. Der Zugehörigkeitsraum erweitert sich dabei in seinem Verständniss von der Familie über das Land bis zur sogenannten „Earth Community".
  • Selbstwerdung ist nie ein Endpunkt. Eher ein fortlaufender Prozess des Verkörperns und In-die-Welt-Bringens.

Fazit: Lennart spricht nicht von einem Idealzustand, sondern von einem Weg - mit Leere, Umwegen und echter Lebendigkeit. Was entsteht, ist ein nüchternes und gleichzeitig ermutigendes Bild davon, wie persönliche Entwicklung und gesellschaftlicher Wandel zusammenhängen. Und warum das Entfalten des individuellen Wesens mit seinem ganz eigenen Potenzial Geschenk und Ressource sind  – für sich selbst und für alle.

 

Das Gespräch in voller Länge, Folge 154 >>

 

Das inspiriert Lennart:

  • imu Augsburg
  • Die authentische Kabbalah, Bnei Baruch
  • Thomas Berry und Bill Plotkin
  • Zak Stein's Buch "Education in a time between worlds"
  • Christopher Bache's Buch "LSD and the mind of the universe"

 

Lennarts Website >>

Essay for Gen Z: How should I spend my 20s >> 

Positionspapier für eine ganzheitliche Begleitung der Gen Z >> 

Integral Youth Gatherings >> 

unsere Gesprächspartner

Lennart Tjarks

lennarttjarks.me

Als er mit 17 merkte, dass er keine Ahnung hat, wer er ist und wo sein Platz ist, begann für Lennart eine Zeit intensiver Selbstfindung.

In den folgenden Jahren las er hunderte Bücher, war Kneipentourführer in Sevilla, meditierte wochenlang in Stille und erlebte sich ständig im Spagat zwischen verschiedenen Welten und Polaritäten.

Nun inspiriert und unterstützt er als Pädagoge, Trainer & Coach junge Menschen dabei, ihren Weg zu gehen und unsere evolutionären Herausforderungen zu meistern.

Martin Permantier

Martin Permantier

short-cuts.de

Martin Permantier ist Autor, Seminarleiter, Speaker und Coach. Er begleitet als Gründer und Geschäftsführer von SHORT CUTS seit über 20 Jahren Unternehmen bei ihrer strategischen Ausrichtung und Positionierung. SHORT CUTS ist eine Agentur für Corporate Identity und unterstützt Unternehmen dabei Kommunikation, Kultur und Design zu entwickeln und auf den Punkt zu bringen.